So langsam sollte ich mein Rudel kennen. Doch ich falle immer wieder auf sie rein. Beginnt ein Tag so ganz anders als andere Tage, wird alles anders und manchmal auch richtig spannend.
Die Tage war mal wieder so ein Tag. Aufstehen stand bei mir nicht auf dem Programm am Morgen. Den großen Mann interessierte es erst einmal auch gar nicht. Der kleine Mann schnappte mich irgendwann und machte mit mir eine große Morgenrunde. Das war ja eigentlich schon bisschen seltsam. Große Runde am Morgen, bedeutet immer irgendwas.

Erst einmal ging es nach der Runde in den Garten. Meine Männer wuselten im Haus. Ich kroch in die Hütte und entspannte ein bisschen.

Die Sonne stand da, wo sie sonst nicht steht, wenn der große Mann das Fahrrad rausholt. Da hätte ich es begreifen müssen. Heute passiert noch was. Erst einmal gab es eine große Fahrradrunde. Okay, ich zeigte dem großen Mann wie schnell ich bin und er hatte seinen Spaß.
Wieder am Haus wurde das Auto gepackt. Oha, die wollen wegfahren. Ich wollte eigentlich mich etwas hinlegen. Nun passte ich auf mein Rudel auf. Nicht aus den Augen lassen. Als die Türen vom Auto offen standen, setze ich mich schon mal rein. Das merkte der kleine und große Mann gar nicht.


Ich machte mich in meiner Box ganz klein. Zack, war dann die Box und die Tür zu. Geschafft! Ich bin dabei!

Nun fuhren wir eine ganze Weile. Ich war sicher und schlief erst einmal ziemlich fest ein. Die Zwei hatten mich schon ganz schön geschafft.

Irgendwann waren wir am Ziel. Die beiden Männer stiegen aus. Ich bewegte mich mal stärker, nicht das die mich vergessen, und schon ging die Tür auf. Wir wurden alle drei von großen und kleinen Menschen begrüßt. Das war uninteressant, denn ich roch schon das eine oder andere, was viel spannender war.

Wir gingen in einen Garten. Es dauerte nicht lange, es kamen immer mehr kleine, laute und auch große Menschen. Nun hing ich an der Leine und durfte nicht mehr durch die Gegend flitzen. Immer wieder wurde ich von den ganz kleinen Menschen geknuddelt und gestreichelt. Ich schnüffelte halt mal danach was die so in der Hand und an sich hatten. Schon spannend manchmal. Zwischendurch gab es auch mal was zu futtern.

Es wurde später und dunkler. Immer wieder flitzte eine Katze an mir vorbei oder schaute mich von weitem an. Die hätte ich ja gerne mal ab geschnuppert und inspiziert. Dummerweise, war ich jedoch an der Leine.

Irgendwann ging es dann in das fremde Haus, dass nach Katzen roch, zum schlafen. Die ganze Nacht war ich wach, während mein Rudel friedlich schnarchte. Die hörten wahrhaftig nicht, dass da andauernd eine Katze vor unserer Tür stand. Dummerweise, Tür war zu.

Nach der Gassirunde, am nächsten Morgen, saß mein Rudel mit einigen anderen Menschen wieder im Garten. Diesmal durfte ich ohne Leine durch den Garten flitzen. Keine Katze da. Eigentlich war ich auch viel zu müde. Ich haute mich in den Schatten. Als ich kurz aufwachte, saß die Katze direkt vor meiner Nase. Was habe ich mich erschrocken. Bevor ich richtig „Wau“ sagen konnte, tippte mir der große Mann auf die Schulter. Der kleine Mann war auch einmal zwischen der Katze und mir. Ist ja okay, ich bleibe hier.

Die Katze ging schleichend weg. Ich schlich einfach mal hinterher. Es ging um die Ecke. Kein Mensch in der Nähe. Kein „Pfui“.

Nun Katze, jetzt können wir uns mal näher kennenlernen. Was macht die Katze? Springt in einen Baum, über mich hinweg und ist auf einmal hinter mir. Sie hatte mich in die Enge gelockt.
Hier gab es nur noch einen Weg nach draußen. Vorbei an der Katze. Die machte jedoch einen Buckel und fauchte leise. Okay, Katze, du willst mich nicht kennen lernen. Dann lass mich doch wieder vorbei. Keine Chance. Die Katze wurde immer größer, der Buckel immer runder. Auch ohne die Sprache der Katzen zu verstehen, verstand ich die. Achtung, mein Revier. Okay, okay, bin ja nur zu Besuch hier. Lass mich vorbei. „Fauch!“ war die Antwort.

Ich fiepte mal leise. Vielleicht hört mich ja mein Rudel oder ein anderer Mensch. Die waren aber taub.

Irgendwann vermisste mich wohl mein Rudel. Ich hörte das Pfeifen vom großen Mann. Toll, wie soll ich denn zu dem gehen, wenn die Katze vor mir steht? Ein zweiter Pfiff. Ich fiepte mal bisschen lauter.

Nun kam das Frauchen von der Katze um die Ecke und lachte. Die Frau sagte was. Ich fiepte mal bisschen energischer. Nun stand da auch noch der kleine und große Mann. Zwischen uns diese Katze, die sich ganz groß machen kann. Alle Menschen waren fröhlich, freundlich und lachten. Nur helfen, tat erst einmal keiner.

Nun sprach die Frau mit ihrer Katze. Keine Ahnung was, die Katze machte sich auf einmal klein. Der große und kleine Mann riefen mich, ich sollte nun kommen. Vorbei an der Katze? Die haben Nerven.

Na gut, wenn so viele Menschen da sind, wird die Katze mich wohl nicht angreifen. Und ich musste ja meinen Menschen zeigen, dass ich ein cooler Schnitzel bin. Nicht in die Augen der Katze schauen, ducken und vorbei schleichen.

Das klappte und ich blieb dann erst mal besser bei meinem Rudel. So spannend sind Katzen nun auch wieder nicht.

Die Menschen hatten wohl Spaß dabei, denn es gibt tatsächlich ein paar Bilder.

Fahrradrunde, wenn die Sonne oben steht. Wau, anstrengend.

Gartenparty an der Leine.

Hey, Katze, lass mich vorbei.

Da hinten geht es nicht weiter.

Hey, großer und kleiner Mann, macht was!

Liebe kleine Katze, ich sehe dich gar nicht.

Wau! Geschafft ich bin vorbei.

Und Katze schlich mir noch kurz nach.